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VFC Anklam - FC In. Usedom 5:0

Dieses Ostvorpommern-Derby werden die Fußballer des FC Insel Usedom wohl ganz schnell aus ihren Köpfen streichen, denn nach einer bislang äußerst erfolgreichen Saison sind die Küstenkicker im Auswärtsspiel gegen den VFC Anklam vorgeführt worden. In ihrem letzten Heimspiel des Jahres gewannen die Gastgeber verdient mit 5:0.

„Ich muss meiner Mannschaft ein dickes Kompliment machen. Die Jungs haben ein tolles Spiel gemacht“, strahlte VFC-Trainer Rainer Gütschow nach dem Abpfiff, während der FC-Verantwortliche Heiko Jäger nach Gründen für die deutliche Auswärtspleite seines Teams suchte: „Wir sind zwar mit breiter Brust nach Anklam gereist, leider haben einige unserer Spieler aber gedacht, dass man hier im Spaziergang gewinnen kann.“ Eine Woche nach dem Pokal-Aus gegen Verbandsligist Vorwärts Drögeheide mussten die Insulaner in der Peenestadt bereits nach vier Minuten einem Rückstand hinterherlaufen. VFC-Angreifer Nils Gütschow zog aus 18 Metern Torentfernung ab und ließ Gäste-Keeper Robert Woykos keine Chance.

In der Folgezeit blieben die Platzherren am Drücker und hatten noch zwei weitere gute Chancen. Das Team von Trainer Heiko Jäger kam im ersten Durchgang nur ein einziges Mal gefährlich vor das Anklamer Gehäuse: In der 15. Minute scheiterte Artur Swat am starken Gastgeber-Keeper Maurice Wühn. Fast im direkten Gegenzug baute Michael Jeske den Vorsprung aus:. Per Volleyschuss beförderte der VFC-Kapitän das Leder aus über 20 Metern ins FC-Gehäuse. „Wir haben nach diesem Tor nicht locker gelassen. Unsere Abwehr war jederzeit hellwach“, freute sich Gütschow. So ließ die Anklamer Defensive den Usedomer Torjäger Steffen Benthin gar nicht erst ins Spiel kommen. „Gegen diesen starken Stürmer zu spielen, ist für uns Schwerstarbeit gewesen. Wir haben unsere Sache aber gut gemacht“, resümierte VFC-Verteidiger Maik Ebert.

„Mit Beginn der zweiten Halbzeit haben wir dann etwas besser ins Spiel gefunden. Im Abschluss waren wir aber zu harmlos“, stellte Heiko Jäger nach der Partie fest. Besser machten es die Anklamer. Nach Vorarbeit von Lutz Thom gelang Stürmer Sebastian Matz in der 68. Minute das 3:0. Der Torschütze wurde erst kurz zuvor eingewechselt. „Nach diesem Treffer war die Partie endgültig entschieden“, erklärte Gütschow. Zwar erarbeiteten sich die Insel-Akteure noch einige gute Chancen, diese konnte VFC-Schlussmann Maurice Wühn aber vereiteln. Konsequent nutzte in der Schlussphase dagegen der Anklamer Angreifer David Gleißner seine Möglichkeiten. Erst gelang ihm in der 80. Minute nach starker Vorarbeit von Lutz Thom das 4:0, ehe der erfolgreichste VFC-Torjäger kurz vor Spielende noch auf 5:0 erhöhte.

Sichtlich zufrieden wirkte nach dem Abpfiff auch der stellvertretende VFC-Vereinsvorsitzende Jürgen Pflichtbeil: „Es ist schon überraschend, dass der Sieg so deutlich ausgefallen ist. In der Vergangenheit sind die Duelle beider Mannschaften immer mit knappen Ergebnissen ausgegangen. Diesmal haben sich unsere Spieler den deutlichen Sieg verdient.“ Von einem leistungsgerechten Ergebnis sprach auch Heiko Jäger: „Der Sieg geht in Ordnung. Die Anklamer sind mit ihrer jungen Mannschaft auf dem richtigen Weg. Ich hoffe, dass wir uns im Rückspiel für diese Niederlage revanchieren können.”

FCU: Woykos, Zirm, Winkelmann (46. Pohlmann), Edler , Borchers, Polarczyk, Gamradt, Nitzsche, K. Schmidt, Swat (63. M. Schmidt), Benthin

VFC: Wühn, Schultz, Ebert, Jeske, Loßmann (64. Matz), M. Hartmann, Thom, Stöck (78. Rabe), Dreier, Gütschow (81. E. Hartmann), Gleißner

Schiedsrichter: Jörg Dräger, Matthias Falk, Erik Behrens

 

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