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Langjähriger Torjäger trainiert Landesligateam

(OZ) Zum Ende seiner erfolgreichen Fußballkarriere kam Steffen Benthin auf die Insel Usedom. Dabei avancierte der jetzt 40-Jährige beim Landesligisten zum Torschützenkönig. Nun hat er das Traineramt übernommen. Als Sechsjähriger Bub begann er bei Dynamo Rostock, wurde später nach Schwerin delegiert, wo er viele Jahre erfolgreich spielte. Seinen sportlichen Höhepunkt erlebte er 1990, als er mit Dynamo Schwerin bis in das FDGB Pokalfinale kam. Dort verlore Schwerin gegen Dynamo Dresden mit 1:2. Da Dresden aber gleichzeitig DDR Meister wurde, konnte Schwerin im Pokalsiegercup starten. Im Hinspiel gelang bei Austria Wien ein beachtliches 0:0, das Rückspiel musste aber nach den Regularen der UEFA in Rostock ausgetragen werden. “Auf unserer Paulshöhe in Schwerin hätten wir die Wiener gepackt”, ist sich Benthin noch heute sicher, in Rostock wurde 0:2 verloren. Längst hatte Hansa Rostock seine Fühler nach dem Torjäger ausgestreckt. Erst von einer Verletzung genesen, bekam er aber bei Frank Pagelsdorf keine Chance.

An Hannover 96 ausgeliehen, spielte er dort in der 2. Bundesliga erfolgreich, bestritt 12 Spiele und erzielte 2 Treffer. “Ich hatte auch Angebote von anderen Bundesligavereinen - selbst von den Bayern, ging aber zurück zu Hansa. Mit Spielern wie Andreas Reinke oder Steffen Baumgart habe ich heute noch Kontakt”,  Viele Jahre spielte er dann noch in Schwerin in der Oberliga erfolgreich, war wiederholt Torschützenkönig. Viermal startete er zudem mit der deutschen Polizeiauswahl zu den europäischen Titelkämpfen, viermal kam er als Sieger zurück.

Mit seiner Frau Jana und den zwei Kindern kam er 2008 auf die Insel Usedom und fand beim FC Insel Usedom seine sportliche Heimat.
Vom Spieler zum Trainer? “Sicherlich Neuland, ich kenne aber das Team recht gut. Der leider recht dünne Kader wurde in der letzten Saison von vielen Verletzungen getroffen, da bleibt die Hoffnung dass es 2010/11 besser wird. Wir müssen unbedingt das Auswärtsverhalten im Defensivbereich verbessern, auch einmal ruhig hintenherum spielen. Taktisch gibt es Reserven, dazu müssen die Spieler untereinander mehr reden und sich helfen, zumal arbeitsbedingt viele nur zu den Spielen anreisen können“, so Benthin. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Stürmer viel von seiner Treffsicherheit abgeschaut haben.

“Ich möchte die tolle Landesligaserie des FCU fortsetzen, dazu auch den Trainerschein machen. Was könnte es eigentlich für junge und talentierte Fußballer der Insel Schöneres geben, als bei einem Sechsligisten zu spielen”, so Benthin, der ebenso wie der sportliche Leiter Heiko Jäger die Töppen noch nicht vollends an den Nagel hängen kann.

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