Samstag, September 04, 2010

FC Insel Usedom - VFC Anklam 3:4 (1:1)

Usedomer gehen trotz starker Leistung leer aus

a. swat mit schusschancevor dem usedomer tor

(Text/Foto:W.Dannenfeldt). Wer sich von diesem Ostvorpommern-Derby spannenden Fußball versprochen hatte, wurde nicht enttäuscht. Die 160 Zuschauer am Bansiner Fischerweg sahen ein kampfstark und leidenschaftlich geführtes Spiel, welches eigentlich keinen Verlierer verdient hatte. Am Ende jubelten die zahlreich mitgereisten Anklamer Fans über einen knappen, aber nicht unverdienten 4:3-Sieg ihrer Elf...

Der VFC war durch die lange Erfolgsserie mit breiter Brust im Seebad aufgelaufen, während die Insulaner zuletzt durchwachsende Leistungen zeigten. Doch für die 0:5-Packung aus der Hinrunde wollte sich das Team von Heiko Jäger unbedingt rehabilitieren. Der Auftakt war verheißungsvoll. Schon nach drei Minuten lag der Ball durch Martin Schmidt im Anklamer Tor, doch der Unparteiische hatte auf Abseits entschieden. Danach ging des tempostark hin und her. Der FC fand jedoch nur selten den Zug zum Tor, zu oft kam der entscheidende Paß nicht an. Die Gäste wirkten dagegen etwas zielstrebiger in Tornähe, wobei vor allem Sebastian Matz und Nils Gütschow kräftig „an den Ketten zerrten“. Nach dem FC-Keeper Robert Woykos einen straffen Schuss von Gütschow noch pariert hatte (15.), landete seine nächste Abwehraktion unglücklich bei David Gleißner, der die Chance per Volleyschuss eiskalt zum Führungstreffer nutzte (17.). Der Schock saß beim Gastgeber einige Zeit tief, doch nach einer halben Stunde legten die „Grünen“ ihre Reserviertheit ab. Bei einer Großchance für Karsten Schmidt rettete ein Anklamer auf der Linie (33.). Eine Minute später nutzte Robert Edler eine Ablage mit straffen Schuss zum 1:1, wobei VFC-Schlussmann Morice Wühn etwas unglücklich aussah. Die letzten fünf Minuten gehörten wieder den Gästen. Sebastian Matz zog gefährlich ab und wenige Sekunden später köpfte Frank Loßmann an die Latte. Einen weiteren Schuss von Gütschow machte Woykos kurz vor dem Pausenpfiff unschädlich.

Die zwei Halbzeit lief kaum drei Minuten, da zappelte die Kugel  erneut im Woykos-Tor. Zehn Minuten später tankte sich Benny Zirm bis zur Grundlinie durch und seine präzise Eingabe schoss Christian Gamradt zum 2:2 ins Tor. Der Gastgeber wollte es nun wissen, versuchte über Gamradt, der endlich auftaute, Tomek Polarczyk und Karsten Schmidt Druck aufzubauen. Doch die Kreisstädter gaben nicht klein bei, zogen immer wieder schnelle Konter auf und wurden erneut belohnt. Eine herrliche Flanke von Andre Dreier köpfte Gütschow diagonal an den Innenpfosten zum 2:3 (66.). Erneut rannte Usedom einen Rückstand hinterher und konnte bald wieder jubeln, als ein Kopfball von K. Schmidt im Kreisstädter Kasten zum 3:3 einschlug (70.). In der Schlussphase prikelte es vor Spannung. Beide Teams schenkten sich nichts, häufig war das Match nach Zweikämpfen unterbrochen. Für die Spielentscheidung sorgte schließlich der Anklamer Matz. Sechs Minuten vor Ultimo „vernaschte“ er Zirm und schoß flach den Ball zum 3:4 ein. Im letzten Aufbäumen hatte K. Schmidt noch die Riesenmöglichkeit zum 4:4, doch er hämmerte den Ball über den Kasten (89.).

Während die Anklamer beim Abpfiff  sich frenetisch feiern ließen, schlichen die Usedomer ohne enttäuscht zu haben, vom Platz. „Wir haben uns trotz der Niederlage ordentlich präsentiert, doch haben zu leichte Gegentreffer kassiert, die nicht hätten sein brauchten“, sagte FC-Trainer Heiko Jäger. Unterdessen stand Anklams Coach Rainer Gütschow die Freude förmlich ins Gesicht geschrieben: „Wir haben bewiesen, dass mit kämpferischen Elan viel zu erreichen ist. Eine tolle Serie. Nun wollen wir auch am kommenden Wochenende im letzten Rückrundenspiel ungeschlagen bleiben“.

FC Insel Usedom: Woykos – Zirm, M. Schmidt, Pohlmann, Edler (81. Borchers) – K. Schmidt, Polarczyk - Gamradt, Quandt (74. Begrow), Nitzsche – Swat (70. Benthin)

Ancon Hotels                   Hotel Villa Ingeborg                   3 Kaiserbaeder                   Restaurant Fischkopp                   Strandhotel Ostseeblick                   Torsten Schultz

Anzeige

Login